Was kostet ein Kind? Die Baby-Kosten: Erstausstattung, pro Monat und die staatlichen Leistungen

Was kostet ein Kind? Die Baby-Kosten.

Was kostet ein Kind | Baby Erstausstattung | Kosten pro Monat | Staatliche Leistungen

Die Frage was kostet ein Kind, wird meistens dann gestellt, wenn die Partnerin bereits schwanger ist. Die wenigsten machen sich im Vorfeld umfangreiche Gedanken zu diesem Thema.

Das ist aber auch kein Wunder, da die Mehrzahl an Schwangerschaften eher unbeabsichtigt passieren. Man könnte auch von nachträglichen Wunschkindern sprechen.

Befindet man sich nun also in der Situation, dass man bald Nachwuchs zu erwarten hat, lohnt es sich einen Blick auf die Kosten zu werfen. Insbesondere die Erstausstattung für das Baby kann eine Menge Geld verschlingen, bietet jedoch auch großes Potenzial zum Geld Sparen.

Nicht alles, was angeschafft wird, muss unbedingt neu sein oder von einer bekannten Marke stammen. Oftmals bieten sich am Markt gute Alternativen an. Neben den einmaligen Kosten kommen natürlich auch noch die Ausgaben pro Monat hinzu. Grund genug, einmal einen etwas längeren Beitrag zu schreiben.

Was kostet ein Kind?

Was kostet ein Kind?

Die Frage, was ein Kind kostet, ist meines Erachtens nicht pauschal zu beantworten. Zwar gibt es umfangreiche statistische Auswertungen, doch jede Familie und jedes Kind ist völlig unterschiedlich.

Einen reinen Querschnitt bilden zu wollen, ist schon etwas überheblich. Das wäre so, als wenn ich mich mit meinen Füßen in einem Herd legen würde und mein Kopf wäre im Kühlschrank. Wenn man dann die Temperatur an meinem Bauchnabel misst, hat man auch die Durchschnittstemperatur.

Doch spiegelt diese kaum die Realität meines Zustandes wieder, oder? 😉

In Wahrheit sieht die Situation in Deutschland eher so aus, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Was kostet ein Kind ist also ein komplexeres Thema. Wenn man es an einem Extrembeispiel verdeutlichen möchte, kann man es gut anhand von Führerscheinneulingen machen.

Es gibt Kinder, da können die Eltern den Führerschein bezahlen und ihnen direkt einen Mittelklassewagen zu Verfügung stellen. Direkt mit 18 natürlich. Dagegen spricht soweit auch nichts, wenn das Kind es zu schätzen weiß. Auf der anderen Seite gibt es Familien, da spart sich das Kind den Führerschein selbst über Jahre zusammen und wird danach dennoch mit Bus und Bahn weiterfahren. Das Geld reicht nicht für ein eigenes Auto.

Ich denke, dass man anhand von dieser Sache ganz gut verdeutlichen kann, dass die Frage was kostet ein Kind, nicht pauschal zu beantworten ist. In Studien spricht man übrigens von Kosten in Höhe eines kleinen Einfamilienhauses. Zur Orientierung kann man wohl von solch einem Betrag ausgehen.

Baby Erstausstattung

Baby Erstausstattung kaufen

Ist man nun also in freudiger Erwartung ein Kind zu bekommen, wird meist schon Monate vorher mit der ganzen Familie eingekauft.

Da werden Babymöbel angeschafft, erste Geschenke in Form von Windeln und Spielzeug treffen zuhause ein und das Kinderzimmer wird auch schon komplett vorbereitet und eingerichtet.

Dabei gehen schnell die tatsächlichen Kosten unter, da man nicht immer den Überblick behalten kann. Das Vorgehen, dass man die Babyerstausstattung über Monate hinweg schon Einkauf, ist auch relativ clever. Zwar machen die meisten das, weil sie ihr Kind nicht erwarten können und schon jetzt etwas dafür tun wollen, doch auch aus finanzieller Sicht ist es gut, schon so frühzeitig einzukaufen.

Rechnet man die gesamten Kosten für die Babyerstausstattung zusammen, wird man recht zügig in einem guten vierstelligen Bereich liegen. Würde man das alles in nur einem Monat ausgeben müssen, wäre es nur schwer ohne Kredit möglich. Bei der Babyerstausstattung sind besonders solche Dinge wie ein Babyphone, der Kinderwagen und die Babymöbel die Preistreiber. Gerade bei diesen Dingen empfiehlt es sich, auch mal nach gebrauchten Produkten zu schauen.

Solche Kleinigkeiten wie Schnuller und Babyflaschen

Solche Kleinigkeiten wie ein Schnuller, die Babyflasche und das Babyspielzeug sind kaum zu berücksichtigen. Hier sind die Preise so moderat, dass man die Ausgaben eigentlich fast nicht mitbekommen wird.

Auch werden diese kleinen Hilfsmittel gerne verschenkt, sodass man auch nur einen Teil selber davon bezahlen wird.

Ein Babyphone wird übrigens oftmals nicht länger als ein bis zwei Jahre verwendet und dann für einen Bruchteil des Neupreises per Kleinanzeige verkauft. Beim Kinderwagen ist es häufig so, dass man das Innenleben herausnehmen und waschen kann.

Wem das aber zu unhygienisch ist, kann den kompletten Innenstoff meist auch neu kaufen. Die Babymöbel dürften die größte Geldersparnis bringen, da Möbel die Eigenschaft besitzen, schnell an Wert zu verlieren. Auch hier ist es oftmals so, dass die Möbel nur eine kurze Zeit im Einsatz waren, da die Kinder ja recht schnell wachsen und dann neue Ansprüche besitzen. Einzig beim Babybett würde ich vielleicht grundsätzlich eher zu eine Neuanschaffung tendieren, aber das ist auch nur das eigene Bauchgefühl.

Kosten pro Monat

Die Berücksichtigung der laufenden Kosten

Viel wichtiger als die Erstausstattung, ist die Berücksichtigung der laufenden Kosten bei der Anschaffung pro Monat.

Jetzt kann man bei einem Baby natürlich nicht von einer Anschaffung sprechen, aber bezogen auf die Erstausstattung ist diese Aussage wohl vertretbar.

Viele unterschätzen die Kosten pro Monat, da meist auch nicht genau darüber informiert wird. Alleine für Windeln muss man im Monat bis zu 40 € rechnen. Unglaublich, was aus einem kleinen Zwerg alles so herauskommen kann. Zusätzlich dazu kann auch die Ernährung einiges an Geld kosten. Je nachdem, ob man sein Kind auch selber stillen möchte bzw. kann und was man von den verschiedensten Zusatzprodukten hält. Da ich ja ein Freund vom Internethandel bin, würde ich auch hier wieder empfehlen im Internet einzukaufen.

Wenn man die Pampers online bestellen will, bieten sich im Internet einige günstige Shops an. Einen davon habe ich euch direkt mal mit verlinkt, da hier während meiner Recherche die günstigsten Preise zu finden waren. Das kann sich mit der Zeit aber auch immer wieder mal ändern, weswegen man auch selber immer mal nach den Preisen schauen sollte. Vergleicht man die Produktpreise im Internet mit denen im Einzelhandel, wird einem schnell auffallen, dass doch zum Teil eine erhebliche Preisspanne dazwischen liegt. Online einkaufen lohnt sich also.

Staatliche Leistungen

Staatliche Leistungen

Ein Glück, dass wir in Deutschland leben. In keinem anderen Land der Welt werden so viele Hilfsmöglichkeiten angeboten, wie hier bei uns.

Obwohl noch immer einige unzufrieden sind, wird für die Finanzierung unserer Kinder schon viel Geld in die Hand genommen.

Das Statistische Bundesamt Deutschland hat in einem älteren Bericht für das Jahr 2009 ermittelt, dass allein für die aktiven Maßnahmen 26,9 Milliarden € verwendet wurden. Aufgeschlüsselt sind die Kosten mit 16,2 Milliarden € nur für die Kindertagesbetreuung. Ein Punkt, wo sich die wenigsten bisher Gedanken drüber gemacht haben. Einen Platz im Kindergarten empfinden die meisten Eltern schon als selbstverständlich, doch das ist es nicht. Schaut man sich die Situation in anderen Ländern an, haben wir es hier wirklich gut – trotz Zuzahlungen und Wartelisten.

Weitere 7,1 Milliarden € für die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendzentren unterstützen die Erzieher vor Ort. Für außerschulische Jugendbildung und Jugendarbeit gaben Länder, Gemeinden und schlussendlich auch der Bund rund 1,6 Milliarden € aus. Also hier wurde schon wirklich sehr viel Geld in die Hand genommen. Zusätzlich dazu gibt es ja noch die zahlenden Leistungen. Also die Unterstützungsmaßnahmen, die wir als Bürgerinnen und Bürger per Antrag erhalten können. Dazu zählen insbesondere das Kindergeld, der Kinderzuschlag und das Elterngeld.

Das Kindergeld erhält im Prinzip fast jeder

Das Kindergeld erhält im Prinzip fast jeder hier in Deutschland. Bis zum 18. Lebensjahr des Kindes wird es einkommensunabhängig gezahlt und seit Neuestem auch während der Erstausbildung.

Für das erste Kind werden 184 € bewilligt, für das zweite ebenfalls und für das dritte Kind erhält man einen Bonus in Höhe von sechs Euro monatlich und somit eine ausgezahlte Summe in Höhe von 190 €. Ab dem vierten Kind sieht der Gesetzgeber sogar ganze 215 € vor.

Warum es genau solch eine Staffelung gibt, ist mir gänzlich unbekannt. Immerhin kostet das erste Kind nicht weniger wie das Vierte.

Der Kinderzuschlag wird für Familien gewährt, die zwar ein eigenes Einkommen erzielen, aber dennoch an der Armutsgrenze liegen. Bewilligt werden kann hier zusätzlich zum Kindergeld der Kinderzuschlag in Höhe von 140 € pro Kind. Knackpunkt für alleinerziehende ist der Unterhalt. Unterhaltsleistungen werden bei dem Kinderzuschlag in voller Höhe mit angerechnet und minimieren den Anspruch in gleicher Summe bezogen auf den Kinderzuschlag.

Erhält eine Mutter also vom Kindsvater 100 € Unterhalt pro Monat, kann lediglich noch ein Kinderzuschlag in Höhe von 40 € beantragt werden. Ist die Summe des Unterhaltes höher als 140 €, wird der Kinderzuschlag vollends versagt. Auch Arbeitslosengeld 2 Empfänger können in der Regel keinen Kinderzuschlag beantragen. Genauere Informationen dazu erhält man aber bei der Familienkasse und bei seinem Arbeitsvermittler.

Das Elterngeld in Deutschland

Das Elterngeld in Deutschland kann maximal bis zu 14 Monate gezahlt werden und beträgt 67 % des letzten Nettogehaltes per anno.

Erreicht man mit dieser Rechnung einen Anspruch auf das Elterngeld, was unter 300 € liegt, greift die Pauschalregelung.

Diese besagt, dass das Elterngeld mindestens 300 € pro Monat betragen muss. Die Höchstgrenze für die Bewilligung von Elterngeld liegt übrigens bei 1800 € pro Monat und dürfte aber auch kaum erreicht werden. Arbeitslosengeld 2 Bezieher haben auch hier das Nachsehen. Zwar besitzen sie einen generellen Anspruch auf das Elterngeld in Höhe von pauschal 300 €, doch wird dies in Abzug mit ihren Arbeitslosengeld 2 Zahlungen gebracht.

Ich hoffe, dass ich einen kleinen Einblick in den Bereich der Kosten und Leistungen für ein Baby bringen konnte. Wenn Du noch eine Idee hast oder einen Hinweis besitzt, freu ich mich auf deinen Kommentar.

Für die gute Laune noch ein Video. 🙂 Viel Spaß!

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

Bildquellen:
Artikelbild: ©panthermedia.net Iakov Filimonov
Oben-Links: ©panthermedia.net Dmitriy Shironosov
Mitte-Rechts: ©panthermedia.net Yuri Arcurs
Mitte-Links: © panthermedia.net Leonid Yastremskiy
Mitte-Rechts2: ©panthermedia.net Wavebreakmedia ltd
Unten-Links: ©panthermedia.net Arne Trautmann
Unten-Rechts: ©panthermedia.net Adrian Hughes
Unten-Links2: ©panthermedia.net Birgit Reitz-Hofmann

Was kostet ein Kind? Die Baby-Kosten: Erstausstattung, pro Monat und die staatlichen Leistungen
Artikel bewerten

Über Simon Schröder (1001 Artikel)
<a href="https://plus.google.com/111295419607355970628?rel=author"> Simon Schröder</a> ist ein begeisterter Blogger und freut sich über jeden Kommentar. Fragen zum aktuellen Kindergeld, Elterngeld oder auch dem Kinderzuschlag beantwortet er gerne. Dabei ist es ihm aber auch wichtig zu betonen, dass eine rechtskräftige Aussage nur von den Behörden selber kommen kann.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*