Welche Spiele zur Motorikförderung nutzen?

Motorik fördern Motorik fördern
Motorik fördern

Motorik fördern

Als Motorik wird die Gesamtheit der aktiven, willkürlichen Muskelbewegungen, die durch die Gehirnrinde gesteuert werden bezeichnet.

Es gibt die Unterscheidung zwischen Grobmotorik und Feinmotorik. An der Motorik sind Entwicklungsvorgänge und Reifeprozesse beteiligt.

Das Kind muss z.B. beim Greifen durch den Einsatz der eigenen Hände ein gezieltes Zupacken, Greifen oder Loslassen, sowie den Gebrauch seiner Hände erlernen. Bei sämtlichen Bewegungsabläufen ist das Zusammenspiel von Sinnesempfindungen und Muskelbewegungen gefordert. Dies kann ausschließlich nur durch Übungen gelernt werden. Zur Weiterentwicklung motorischer Fähigkeiten bieten sich zahlreiche Übungen, Spiele oder Beschäftigungsabläufe an.

Babys in Bewegung – Folge 6: Entwicklung der Grob- und Feinmotorik

Spielerisch in den Alltag integrieren

Eine fortschreitende Geschicklichkeit wird allein durch das Üben gefördert. Solche Übungen können leicht in den Ablauf des Alltages mit eingebunden werden. Etwa beim Herunterhüpfen über Stufen kann das Kind seine Geschicklichkeit, Ausdauer und sein Gleichgewicht trainieren.

Die Stufen können mit beiden Beinen zusammen herunter gehüpft werden, dann abwechselnd mit dem linken und dem rechten Bein. Es soll sich Freude am Tun entwickeln.

Durch Animation und Aufforderung eines Elternteiles ist das Kind sicherlich auch bereit die gleichen Übungen von unten nach oben durchzuführen. Das Kind lernt im Spiel und empfindet solche Aufgaben nicht als mühselig. 

[sws_green_box box_size=“640″]Es ist immer wichtig, den Spaß und das positive Erlebnis bei diesen Spielen in den Vordergrund zu stellen. Das Balancieren auf einem Mäuerchen kann ebenso in den Alltag integriert werden. Bei einem Spaziergang kann das Kind selbst mit weit ausgebreiteten Ärmchen über einen Zaunsockel balancieren. [/sws_green_box]

Ein anderes Mal ermutigt der Vater das Kind mit geschlossenen Augen, aber mit seiner Unterstützung einen Fuß vor den anderen zu setzen. Traut sich ein Kind ein Wagnis zu, dann soll dies auch respektiert werden. Auf keinen Fall darf es ängstlich oder entmutigt werden. Bei kleinen Fehlschlägen sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, das Kind zu neuen Versuchen zu ermutigen. Weitere Bewegungsspiele wie Klettern, Radfahren, Roller-, Rollschuh- oder Skateboard fahren, Tanzen und Singspiele, Ballspiele und Schwimmen wecken die Freude am Erleben der eigenen Körperfunktionen.

Babys in Bewegung – Folge 1

Entwicklung der Feinmotorik

Viele Beschäftigungen im Kindergarten und Zuhause bieten einem Kind eine Förderung der Feinmotorik an. Zum Beispiel das Reißen von Papier und Kleben, Zeichnen und Malen, das Auffädeln von Perlen, das Sticken von kleinen Bildern, das Binden von Schleifen, das auf und zu knöpfen einer Knopfleiste, Schneiden, Hämmern oder Kneten.

Auch solche Tätigkeiten sollen immer wieder spielerisch in den Alltag mit einbezogen werden.

So macht es dem Sprössling sicherlich Freude, die Schuhe des Vaters am Morgen zu binden oder den Knopf an dessen Hemd zu zuknöpfen, bevor dieser das Haus verlässt. Auch Alltagsabläufe wie einfüllen, oder umrühren, bestreichen und aufschneiden, sollte ein Vorschulkind durchaus selbst ausführen können. Geht dabei mal was daneben, sollte diesem keine große Beachtung geschenkt werden. Im Gegenteil durch Ermutigung und Aufforderung wird es beim nächsten Mal bestimmt besser funktionieren.

Alle Erlebnisse, die ein Kind mit Freude empfängt und auch mit Freude ausführt sind kleine Schätze im Leben eines Kindes. Das Spiel ist die sogenannte Schatzkammer. Alle Anforderungen an das Kind sollen aus diesem wichtigen Aspekt heraus in spielerischer Freude, ohne Druck und Zwang ausgeführt werden.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Sascha Preußner

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