Wieso Kinder in Geheimsprachen reden

Welche Geheimsprachen gibt es?

Geheimsprache

Geheimsprachen von Kindern sind schon seit langer Zeit bekannt. Angeblich hat schon Wolfgang Amadeus Mozart rückwärts gesprochen, um mit seinen Geschwistern verschlüsselt zu kommunizieren. Heutzutage sind Geheimsprachen bei Kindern nichts Ungewöhnliches, fast jedes Kind kennt sie inzwischen.

Kommunikationswege zwischen Geschwistern

[sws_blue_box box_size=“618″]Insbesondere zwischen Geschwistern entstehen oft eigene kryptische Sprachen, die für die meisten Eltern nicht zu verstehen sind. Typisches Merkmal für diese „verschlüsselten“ Sprachen ist, dass sie keiner Systematik einzuordnen sind. [/sws_blue_box]

In der Regel entwickeln sie sich eher unbewusst und kommen vor allem bei Geschwistern vor, und zwar bei solchen, deren Altersunterschied nicht mehr als etwa drei Jahre beträgt. Bei diesen Sprachen spielen Gestik und Mimik eine entscheidende Rolle.

Codes bringen die Geschwister näher zusammen

Neben der Unterhaltungsfunktion haben verschlüsselte Sprachen bei Kindern auch eine andere Funktion: Sie sind so reizvoll, weil sich Kinder dadurch gegen ihre Eltern deutlich abgrenzen und sich Freiräume erhalten können. Das geschieht beispielsweise, wenn Kinder Verbote oder Gebote unterlaufen wollen. Die [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]geschwisterliche Solidarität[/sws_highlight]  wird dabei gefördert – die Geheimsprache hat ja etwas Gemeinsames. Kinder fühlen sich verstanden und bestätigt, ihre gemeinsame Sprache schweißt sie zusammen.

Codesprachen von Kindern tolerieren

Eltern sollen gelassen bleiben und nichts dagegen unternehmen, wenn sie solche Geheimsprachen bei ihren Kindern entdecken. Es ist wichtig, dass Eltern, die für sie unverständliche Sprachen einfach tolerieren. Sie sollten auch nicht versuchen, sie aufzuweichen, um mit den Kindern mitreden zu können. Geheimsprache soll weiterhin ein Entwicklungsfreiraum für Kinder darstellen.

Als Elternteil sollten Sie also diese [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Art der Kommunikation[/sws_highlight]  positiv sehen und sich über die Kreativität Ihrer Kinder freuen.

Beliebte Kindergeheimsprachen

Code-Latein

Obwohl es kompliziert klingt, ist diese Sprache ganz einfach. Bei jedem Wort wird einfach die Silbe „us“ zugegeben. „Ich finde das schön“ heißt dann „übersetzt“ : „Ichus findus dasus schönus.“

Fingersprache

Bei dieser Sprache werden alle Buchstaben mit Umlauten mit den Fingern angezeigt. Manche Kinder sind wahre Meister in dieser Sprache und können in einem atemberaubenden Tempo Wörter und Sätze bilden, ohne dass die Außenstehenden es zumindest teilweise übersetzen könnten.

Räubersprache oder „Ror-Sprache“

Diese [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]geheimen Codes[/sws_highlight] verwendet man auch in Astrid Lindgrens Kalle Blomquist-Büchern. Jeder Konsonant wird dabei verdoppelt und ein „o“ kommt dazwischen. So entstehen sehr lange Worte und es ist schon schwierig, ganze Sätze flüssig zu sprechen. Beispiel: „Ich gehe zum Training“ wird dann zu „Icochoh gogehohe zozumom Totrorainoninongog.“

Vertauschen der Anfangsbuchstaben

Für die Kinder ist das kein Problem und bringt Zuhörer zumindest anfangs in Verwirrung. Das Prinzip ist grundsätzlich kinderleicht zu durchschauen. Diese Art zu sprechen ist jedoch sehr beliebt, weil manchmal sehr lustige und groteske Satzbildungen herauskommen. „Ich gehe zum Training“ würde dann zum Beispiel lauten „Tich zehe tum Zaining.“

Kinder-Geheimsprache (Teil 1) – Verstehen Sie’s noch?

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / mandy godbehear

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Über Dariusz Strenziok (151 Artikel)
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