Wo ist mein Kind jetzt? Überwachungs-Gadgets für Eltern

(Un)eingeschränkte Freiheit der Kinder von heute

GPS

Die Welt, in der wir leben, ist nicht gerade sicher. Gewaltbereitschaft, vor allem in der Schule, macht vielen Eltern Angst. Immer mehr verunsicherte Eltern überwachen ihre Kleinen mit den neusten technischen Geräten. Das Geschäft mit der Angst boomt.

Voll im Trend

[sws_grey_box box_size=“618″]Sein eigenes Kind zu überwachen scheint voll im Trend zu liegen. Die meisten Eltern, die ihre Kinder überwachen, sind von den Möglichkeiten der Überwachungs-Gadgets hell auf begeistert. Der allgemeine Trend geht nämlich in die Richtung, dass gute Eltern immer wissen sollen, wo sich ihre Kinder gerade aufhalten. Es sieht so aus, dass diese Tatsache langsam zu gutem Ton gehört. [/sws_grey_box]

Industrie schläft auch nicht und sieht in der gemeinschaftlichen Panik ein gutes[sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Geschäft[/sws_highlight] für sich und eigene Produkte. Bei Amazon kann man schon zum Beispiel aus einem wahren Arsenal an Kinderortungs-Gadgets wählen. Die App-Stores von Google und Apple tüfteln eifrig an ihren Angeboten zur Schritt-für-Schritt-Überwachung der lieben Kinder. Solche Überwachungs-Apps wie Pocket Nanny und Family Tracker werden in der Regel im Doppelpack angeboten: Mutter bekommt die [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Eltern-App[/sws_highlight]  als Empfänger auf ihrem Smartphone installiert, die Kinder-App als Sender wird dagegen auf dem Kinder-Handy installiert.

Geld mit der Angst machen

Schätzungsweise bis zum Jahr 2016 beabsichtigen etwa 70 Millionen Amerikaner und Europäer ihre Kinder oder sonstige Familienmitglieder über Tracking-Gadgets und Smartphones zu beaufsichtigen. Scheinbar spielt dabei das Geld keine Rolle mehr: Eltern sind offensichtlich bereit, beinahe jeden Betrag für die Sicherheit ihrer Liebsten zu bezahlen. Der Markt boomt und damit auch die Preise: Geld spielt bei der Sorge um die Kids offenbar keine Rolle.

Die Produkte im stets wachsenden Markt lassen sich teuer an die ängstlichen Eltern bringen. Der Anhänger [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]“Wo ist Lilly“[/sws_highlight] kostet beispielsweise satte 189 Euro. Das Gerät ist nicht größer als ein handelsüblicher Schlüsselanhänger und erfasst alle Bewegungen der Kinder per Satelliten-Überwachung (GPS). Google Maps informiert dann die Eltern über den genauen Standort und über dem Weg der Sprösslinge. Drinnen steckt eine normale SIM-Karte, mithilfe derer Kinder im Notfall einen Notruf per Knopfdruck schicken können. Das Gerät besitzt ein Mikrofon. Eltern, wenn sie wollen, können dadurch den „Schlüsselanhänger“ fern aktivieren und ihr Kind heimlich belauschen. Mit gleichen Funktionen ausgestattet, aber etwas günstiger im Preis, ist das „Kinder-Telefon Simlocate K1“ von Simvalley (80 Euro).

Getarnte Überwachung

Falls Sie nicht wollen, dass Ihr Kind bemerkt, dass es überwacht wird, können Sie ihm als Kinderuhr getarnten [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]GPS-Tracker[/sws_highlight] „Num8“ von Lok8U schenken. Für rund 177 Euro bekommen Sie außer der Funkuhr auch eine Basisstation dazu. Wenn das Kind die Uhrenschließe öffnet, verschickt das Gerät automatisch eine Warn-SMS und funktioniert dann wie eine elektronische Fußfessel.

Manche Tracking-Programme zeigen sogar die Geschwindigkeit, mit der sich das überwachte Kind bewegt, an.

simvalley MOBILE GPS-GSM-Tracker GT-170 V.1 – SMS-Ortung & Geofencing

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Kitch Bain

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Über Dariusz Strenziok (151 Artikel)
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