Zu viel Sonne für Kinder ungesund?!

Worauf Sie achten sollten!

Sonne und Babys Sonne und Babys

Wir alle brauchen die Sonne! Sie ist unser hauptsächlicher Lieferant für das wichtige Vitamin D, welches unsere Knochen stark und gesund hält. Doch wie bei so vielem im Leben ist auch hier ein Zuviel eher schädlich und besonders für Kinder sehr gefährlich, denn die Haut vergisst nicht!

Sonne und Babys

Sonne und Babys

Immer öfter hat der im Erwachsenenalter auftretende bösartige Hautkrebs seine Ursache in den herrlichen, leider ungeschützten, Sonnentagen der Kindheit. Aber selbst wenn sich kein Krebs entwickelt, bei langfristiger ungeschützter Sonneneinstrahlung wird die Haut immer angegriffen, die empfindlichen Augen oft gefährdet und auch das Immunsystem geschwächt, was wiederum anfälliger gegen eine Vielzahl anderer Erkrankungen macht. Doch das alles muss nicht sein, wenn Sie rechtzeitig vorbeugen.

Sonne & unsere Kids

Ein großer Teil des alltäglichen Sonnenlichtes ist die unsichtbare ultraviolette Strahlung. Wenn diese Strahlen auf die Haut treffen, verursachen sie Bräunung, aber auch Verbrennungen und andere Hautschäden. Diese Strahlung wird in drei Gruppen unterteilt: UVA, UVB und UVC.

  • UVA: Diese Strahlung ist hauptsächlich für die verstärkte Alterung und Faltenbildung verantwortlich. Weil die UVA-Strahlen die schützende Ozonschicht unserer Atmosphäre problemlos durchdringen, machen sie den größten Teil des Sonnenlichtes aus. Vermeiden Sie Sonnenstudios, denn diese nutzen hauptsächlich die UVA- und auch die UVB-Strahlung. Eine Bräunung durch UVA Licht trägt nicht zur Gesundheit bei. Im Gegenteil, die Färbung lenkt von der durch diese Art der Bräunung stattgefundenen Hautschädigung ab, indem Sie dem Träger ein gesundes Aussehen vermittelt. Doch das ist ein gefährlicher Trugschluss!
  • UVB: Die UVB-Strahlung ist hauptsächlich für die Verbrennung der Haut verantwortlich. Zwar wird der größte Teil dieser Strahlung durch die Ozonschicht herausgefiltert, doch dafür richtet sie umso verheerenderen Schaden an, wenn sie auf die Haut trifft. Bis zu einem Alter von 20 Jahren sind Sonnenbrände besonders gefährlich für die empfindliche Haut von Kindern und Heranwachsenden. Die verletzte Haut bildet daraufhin viele Melanome (Muttermale), aus denen sich im schlimmsten Fall Hautkrebs entwickeln kann. Zusätzlich schädigt diese Strahlung die Augen, indem sie die Linse trübt. Selbst junge Menschen können so aufgrund von zu viel UVB-Strahlung bereits an grauem Star erkranken.
  • UVC: Das ist die für den Menschen mit Abstand gefährlichste Strahlung. Doch glücklicherweise wird diese von der Ozonschicht völlig blockiert und erreicht deshalb nicht die Erdoberfläche und somit auch nicht die Haut.

Die meisten Schäden erfährt die Haut nicht, wie man meinen könnte, im Urlaub am sonnigen Badestrand, sondern im Alltag. Viele Menschen fühlen sich zum Beispiel an bedeckten, windigen Tagen sicher und Eltern verzichten deshalb auf den Sonnenschutz für ihre Kinder, doch das ist ein Irrtum. Wolken oder Luftverschmutzung sind kein Hindernis für die UVA- und UVB-Strahlung.

Unsere Haut

UV-Strahlen reagieren bei Kontakt mit einer Chemikalie der Haut, dem Melanin. Dieses ist für die Färbung der Haut, der Augen und des Haares verantwortlich. Je höher der Melaninanteil desto dunkler ist die Pigmentierung der Haut. Ein großer Teil der gefährlichen Strahlung wird durch das Melanin bereits absorbiert und damit unschädlich gemacht. Das bedeutet aber auch, je heller die Haut des Menschen ist, desto weniger Melanin ist in der Haut vorhanden. Besonders Kinder, die bereits viele Muttermale aufweisen, deren Eltern zu Muttermalbildung neigen, die sehr helle Haut und helles Haar haben und in deren Familie bereits Krebs aufgetreten ist, sind sehr stark gefährdet. Sie benötigen noch mehr Schutz und Aufmerksamkeit im Umgang mit der Sonnenstrahlung.

Schutz für unsere Kinder

Kinderschutz

Kinderschutz

  • Babys bis zu 6 Monaten gehören nicht in die direkte Sonne! Sie haben eine noch dünnere Haut als ältere Kinder und haben auch erst sehr wenig Melanin aufgebaut. Ihre Haut wird deshalb viel schneller und viel stärker geschädigt. Aber da auch Sonnenschutzcreme bei Kindern (aktueller Test auf ökotest.de) bis zu einem halben Jahr wegen dieser Hautempfindlichkeit unbedingt vermieden werden sollte, gibt es für sie nur einen wirklichen Schutz: Setzen Sie Ihr Kleinkind gar nicht erst der Sonne aus.
  • Nutzen Sie im Kinderzimmer Rollos (z.B. von veluxshop.de oder anderen bekannten Anbietern – dann sind die Rollos wirklich UV-Dicht und schauen meistens auch ganz gut aus) und achten Sie im Wohnzimmer oder auf der Terasse ebenfalls auf ausreichenden Sonnenschutz. Wenn Sie mit Ihrem Kind raus wollen, wählen Sie Kleidung, die den ganzen Körper bedeckt und nutzen Sie einen Hut mit einem breiten Rand. Zusätzlich sorgt ein Sonnenschirm für Schatten und Schutz.
  • Lassen Sie Ihr Kind ab dem 6ten Lebensmonat zwischen 10 Uhr vormittags und 16 Uhr nachmittags nur mit dem stärksten Sonnenschutz aus dem Haus! Die Intensität der UV-Strahlung ist nicht immer gleich, sie ist auch von der Jahreszeit und sogar der Tageszeit abhängig. Die UV Strahlung ist im Hochsommer um die Mittagszeit am stärksten. Auch ein Urlaub in den Bergen benötigt starken Schutz, denn je höher die Lage, desto dünner ist die Atmosphäre und damit der natürliche Schutz vor der UV-Strahlung. Das gilt ebenfalls für die kühlen Wintermonate. UV Licht wird von Schnee und Eis reflektiert und kann so selbst bei Minusgraden für Sonnenbrand sorgen.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Bekleidung Ihres Kindes! Das ist eine der besten Möglichkeiten Ihr Kind vor der schädlichen Strahlung zu schützen. Testen Sie die Kleidung auf ihren Schutz, indem Sie Ihre Hand zwischen das Material und ihr Kind halten. Ihre Hand darf nicht zu sehen sein. Durchsichtige Kleidung schützt nicht ausreichend.
  • Benutzen Sie IMMER Sonnenschutzcreme! Ein guter Sonnenschutz muss laut Stiftung Warentest nicht teuer sein und ist heute für jeden Hauttyp, für jede Gelegenheit und jedes Alter ab 6 Monate/1 Jahr erhältlich. Doch am Wichtigsten ist und bleibt der Sonnenschutzfaktor. Ein Schutz ab dem Grad von 30 beugt Sonnenbrand und Bräunung vor, das betrifft auch Kinder mit einem hohen Melaninanteil der Haut. Ab einem Grad von 50 sind auch sehr hellhäutige Kinder gut geschützt. Am wirksamsten ist die Sonnenschutzcreme, wenn sie bis zu 15 Minuten vorher aufgetragen wird und alle zwei Stunden erneuert wird. Schweiß und Badewasser entfernen den Schutz. Bedenken Sie immer, dass ein braun gebranntes Kind immer auch ein hautgeschädigtes Kind ist.
  • Schützen Sie die Augen Ihres Kindes mit einer Sonnenbrille! Schon ein ungeschützter Tag kann mit einer geschädigten und sogar verbrannten Hornhaut enden. Längerfristige Einstrahlung führt zu Katarakten, die die Sicht Ihres Kindes trüben. Investieren Sie in eine spezielle Sonnenbrille mit 100-prozentigem UV-Filter, da einfache dunkle Gläser keinen sicheren Schutz bieten. Überlassen Sie dem Kind die Auswahl, damit die Sonnenbrille auch angenommen und getragen wird.

Fazit

Wenn Sie als Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und diese Ratschläge selbst beherzigen, erziehen Sie Ihr Kind schon frühzeitig zum richtigen Umgang mit der Sonne und können es so langfristig am besten vor deren Gefahren schützen.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Arne Trautmann
Mitte: © panthermedia.net Nicky Hellfritzsch

 

Kinderschutz

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