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Angst vor dem Zahnarzt: 5 Tipps für Familien

Die Angst vor dem Zahnarzt scheint beinahe eine Art Erbkrankheit zu sein. Natürlich gibt es einen prozentualen Anteil in der Bevölkerung, der problemlos zu jedem Kontroll- und Zahnarzttermin vollkommen ungerührt erscheint, doch handelt es sich hier um einen wirklich verschwindend geringen Anteil. Der größere Teil der Bevölkerung verspürt von Unwohlsein bis hin zur echten Panik eine große Palette an negativen Gefühlen bezüglich eines anstehenden Zahnarztbesuches.

Das betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Allerdings stellt sich an dieser Stelle die berechtigte Frage, ob die Angst wirklich in die Wiege gelegt wurde oder eher aus der Tatsache resultiert, weil bereits die Eltern sehr negativ besetzt sind, was den Zahnarzt anbelangt, und unbewusst ihr Verhalten auf die Kinder übertragen.

Angstfrei zum Zahnarzttermin

Angstfrei zum Zahnarzttermin | © PantherMedia / Arne Trautmann

Angstfrei zum Zahnarzttermin | © PantherMedia / Arne Trautmann

Man hat einige Möglichkeiten, um dem eigenen Kind die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen. Zudem haben sich viele Zahnärzte inzwischen auf Kinder spezialisiert und wissen sehr gut mit den Ängsten der Kleinen umzugehen. Man sollte also, wenn man zum Beispiel in Essen lebt, nach einer Praxis in Google suchen mit Begriffen wie Zahnarzt Essen oder eben der eigenen Stadt, der die Ängste der kleinen Patienten sehr ernst nimmt und durchaus damit umzugehen weiß. Doch was kann man selber tun, um dem Kind die Angst zu nehmen? Die folgenden Tipps sollen helfen, Kinder positiv auf einen Zahnarzttermin einzustimmen.

❤️ Tipp 1: Selber entspannt mit dem Zahnarzt umgehen

Kinder achten sehr genau darauf, wie die eigenen Eltern mit verschiedenen Situationen umgehen. Hier spielt also das eigene Verhalten eine enorm wichtige Rolle. Wenn sie selbst häufig negative und angstvolle Äußerungen bezüglich des Zahnarztes machen, dann wird das Kind unweigerlich dieselbe Haltung annehmen.

Die Angst ist dann schon geboren, obwohl das Kind noch nicht einmal weiß, was ein Zahnarzt ist und was er macht. Man sollte einen Termin beim Zahnarzt als etwas vollkommen Normales darstellen. So kommen bei Kindern erst gar nicht die Befürchtungen auf, es könne etwas Schlimmes passieren.

❤️ Tipp 2: Erklären, was ein Zahnarzt so macht

Nicht gemeint sind Horrorszenarien, die darauf abzielen, wie schrecklich doch das Geräusch des Bohrers ist, und dass es so vorkommen kann, dass man einen Zahn gezogen bekommt.

Der Zahnarzt sorgt dafür, dass die Zähne immer erhalten bleiben, selbst wenn sie doch einmal Schaden genommen haben. Er sorgt außerdem für die optimale Sauberkeit, die man selbst zu Hause so nicht realisieren kann. So kann man immer und zu jederzeit sein Lieblingsessen essen. Und letztlich sorgt der Zahnarzt auch dafür, dass die Zähne gut aussehen und man ein ganz tolles Lächeln hat. Das gilt auch für den Schiefstand von Zähnen, denn ein guter Zahnarzt wird früh genug erkennen, wenn hier Handlungsbedarf besteht.

❤️ Tipp 3: Schon die ganz Kleinen mit zum Zahnarzt nehmen

Wenn die Kinder bereits von klein auf an von den Eltern zu deren Zahnarztbesuchen mitgenommen werden, auch mal auf dem Schoß sitzen, wenn der Stuhl hochfährt, dann ist der Zahnarzt etwas vollkommen Normales, wo man eben alle halbe Jahre einmal hingeht.

Gute Zahnärzte „behandeln“ auch Kinder, bei denen überhaupt gar nichts zu tun ist. Aber sitzen die Kleinen schon einmal auf dem Stuhl, oder auf Mamas oder Papas Schoß und machen den Mund auf, während der Zahnarzt einfach mal mit dem Spiegel guckt und dem Kind dann sagt, was für tolle Zähnchen es doch hat, dann wird auch hier keine Angst aufkommen.

Auch das Erklären des Bohrers und wofür er verwendet wird, kann nicht schaden. Auch dass das Ding ein ganz fieses Geräusch macht, kann einfach mal gezeigt und erklärt werden, und zwar genau dann, wenn es überhaupt keinen Handlungsbedarf gibt. So baut sich Vertrauen auf. Und sollte dann doch einmal etwas zu tun sein, wird das Kind von vornherein viel angstfreier mit der Situation umgehen.

❤️ Tipp 4: Kuscheltier mitnehmen

Fast jedes Kind hat einen festen Lieblingsbegleiter, meistens handelt es sich um ein Kuscheltier. Auch im Kindergarten darf dieser Begleiter oft nicht fehlen. Ein solcher Begleiter ist für Kind weit mehr als nur ein Kuscheltier, viel eher ist es sowas wie ein richtiger Freund. Ein solcher Freund kann genau in dem Moment sehr hilfreich sein, wenn man doch plötzlich einmal den Mut verliert.

Irgendwie ist man ja nicht allein, der Freund ist ja bei einem. Gute Zahnärzte beziehen das Kuscheltier zudem mit in die Behandlung ein. Der beste Freund ist als erster dran. Manchmal löst sich die Angst dadurch nahezu in Luft auf.

❤️ Tipp 5: Immer ehrlich sein

Das Vertrauen, dass das Kind seit der Geburt zu seinen Eltern hat, kann durch eine einzige Lüge zunichte gemacht werden. Ein typisches Beispiel: Tut die Spritze weh? Nein, die merkst du gar nicht. Das ist eine Todsünde. Eine Spritze, die man nicht merkt, ist bis heute noch nicht erfunden. Es ist sehr viel ehrlicher, zu sagen, dass das jeder anders empfindet, aber dass man den Einstich auf jeden Fall merkt. Ein bisschen vergleichbar, wie wenn man jemanden kneift. Das tut zwar nicht wirklich weh, ist aber irgendwie etwas komisch.

Angst vor dem Zahnarzt: 5 Tipps für Familien
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