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Junge oder Mädchen? Mythen, Fakten und Tipps um die Beeinflussung des Geschlechts

Der Mythos um die Beeinflussung des Geschlechts ist wohl schon so alt wie die Menschheit selbst. Dokumentiert beschäftigte die Frage bereits die alten Griechen, ob bei der Zeugung von Nachwuchs Maßnahmen ergriffen werden können, um das zukünftige Geschlecht des Kindes vorher zu bestimmen. Damals war die Geburt eines Jungen bevorzugt gegenüber der Geburt eines Mädchens. Die Griechen kamen also zu der mutmaßlichen Erkenntnis, einen Jungen zeuge man, indem der männliche Geschlechtspartner, während des Aktes, auf seiner rechten Körperseite liege. Die Franzosen im 18. Jahrhundert hatten weitaus radikaler Methoden, die zu einer Geschlechtsbestimmung des Nachwuchses führen sollten. Sie banden, im Glauben daran, männlichen Nachwuchs zu zeugen, den linken Hoden ab.
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Mythen, Fakten und Tipps um die Beeinflussung des Geschlechts

[dropcap]A[/dropcap]uch in der heutigen Zeit geht für viele Menschen eine große und fesselnde Faszination von der Frage aus, ob und wenn ja, wie man bereits bei der Zeugung Einfluss auf das Geschlecht des baldigen Nachwuchses ausüben kann. Sogar richtige Fachseiten im Internet haben sich bei der Geschlechtsbestimmung vom Baby etablieren können, wie man bei der verlinkten Seite auch schön sehen kann. Junge oder Mädchen ist hier also die Frage. Allerdings versucht der moderne Mensch eher, sich dem Thema Geschlechtsbestimmung rationaler und wissenschaftlicher zu nähern.

Einige Forscher und Biologen glauben, dass unterschiedliche Charakteristika von weiblichen Eizellen und männlichen Samenzellen, in Kombination mit Erkenntnissen aus dem Bereich der Genetik, tatsächlich Theorien zulassen, dass eine Geschlechtsbestimmung möglich ist. Eine Garantie gibt auf diese Theorien der Geschlechterbestimmung natürlich niemand und ein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis fehlt.

Junge oder Mädchen?

Girls oder Boys | © panthermedia.net / Nadja Blume

Girls oder Boys | © panthermedia.net / Nadja Blume

Die aktuellen Vermutungen bei der Frage ob es ein Mädchen oder Junge wird lauten wie folgt. Die weiblichen Samenzellen sind sowohl größer, als auch dementsprechend langsamer, als männliche Samenzellen. Doch sie überleben auch länger, sind sie einmal auf ihrem Weg durch den weiblichen Körper angekommen.

Wenn sich ein Paar also ein Mädchen wünscht, wird von biologischer Seite aus empfohlen, den Geschlechtsverkehr circa drei Tage vor dem Eisprung durchzuführen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass zum Zeitpunkt des Eisprunges nur noch Samenzellen mit weiblicher Genetik vital sind.

Häufiger Verkehr rund um den errechneten Termin des Eisprunges sorgt zusätzlich dafür, dass die Anzahl der weiblichen Samenzellen gegenüber der männlichen Samenzellen deutlich ansteigt.Die männlichen Samenzellen sind agiler und kurzlebiger, als die weiblichen Samenzellen.

Wenn also ein Junge gegenüber einem Mädchen bevorzugt sein sollte, lautet die Empfehlung, aktiven Geschlechtsverkehr direkt um den und auf dem errechneten Termin zu betreiben. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die schnellen, männlichen Samenzellen die Eizelle eher erreichen, als die langsamen, weiblichen Samenzellen. Für den männlichen Partner ist übrigens Enthaltsamkeit ratsam. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Samenzellen im Sperma, die männliche Genetik tragen.

Einige weitere Randfaktoren sollen ebenfalls Einfluss auf das spätere Geschlecht des Kindes haben. Dazu gehört zum Beispiel der pH-Wert der Scheidenflora. Ein saurer pH-Wert schädigt die schwächeren, männlichen Samenzellen. Während eines weiblichen Orgasmus’ nimmt die Scheidenflora einen alkalischen Wert an. Dies führt dazu, dass ein Orgasmus der Frau die Wahrscheinlichkeit auf einen Sohn erhöht.

Da die männlichen Samenzellen schon aufgrund ihrer Geschwindigkeit die besseren Chancen haben, kann auch die Stellung entscheidend sein. Es existieren sowohl Stellungen, die eine frühe Ankunft der männlichen Samenzellen bei der Eizelle unterstützen, als auch solche, die das.Gegenteil bewirken. So raten Wissenschaftler für die Zeugung eines Mädchens die Missionarsstellung, während für die Zeugung eines männlichen Nachkommen eher die Hündchenstellung förderlich zu sein scheint.

Junge oder Mädchen beeinflussen

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Alle oben genannten Theorien und Methoden sind eher spekulativ, als wirklich verlässlich. Aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Biologie sind diese allerdings statistisch nicht mehr so unzuverlässig, wie in der Vergangenheit. Durchschnittlich bewerten Forscher die Zuverlässigkeit ihrer Theorien mit circa 70 bis 80%.

Abschließend kann man jedenfalls sagen, dass man selbst bei völliger Unwirksamkeit der Ratschläge auch keinen anderweitigen Einfluss auf die Geschlechtsbestimmung hat. Somit bereichern sich Paare, die diese Ratschläge erfolglos befolgen, zumindest mit dem schönen Gefühl, etwas mehr Kontrolle über die Natur haben zu können. So führen sie selbst im schlechtesten Fall noch dazu, dass sich die zukünftigen Eltern noch etwas intensiver mit ihrer Entscheidung und dem Zeugungsprozess auseinandersetzen.

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