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Krafttraining und Kinder: sinnvoll oder überflüssig?

Seit Jahren nimmt die sportliche Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland stets ab. Vor Jahrzehnten konnten etwa zehn Prozent der Schulkinder bei den Bundesjugendspielen die Anforderungen nicht erfüllen. Heutzutage ist das genau umgekehrt: Etwas mehr als zehn Prozent sind solchen Anforderungen überhaupt gewachsen und können diese erfüllen. Mehr als 75 Prozent aller 7 bis 10 jährigen sitzen mindestens 1 Stunde pro Tag vor dem Fernsehen, sechs Prozent opfern dafür sogar mehr als 3 Stunden ihrer Freizeit.

Mehr Schaden als Nutzen? Von wegen!

[dropcap]V[/dropcap]iele Trainer, Sportlehrer oder auch Eltern sind immer noch skeptisch dem Krafttraining von Kindern gegenüber. Ihre Ablehnung basiert jedoch auf völlig veralteten Meinungen und Thesen. Laut neusten Untersuchungen ist das Krafttraining für Kinder und Jugendliche auf jedem Fall empfehlenswert.

[sws_blue_box box_size=”618″]Ein Krafttraining vor der Pubertät ruiniert die noch nicht vollständig entwickelten Knorpel und Knochen der Kinder, wie früher behauptet wurde, in keinster Weise. Im Gegenteil: Ein Krafttraining in diesem Alter stärkt sogar das Bindegewebe, Sehnen und Knochen. Darüber hinaus senkt es den Fettanteil, anstelle von Fettgewebe tritt Muskelmasse auf. Wenn Kinder mit dem eigenen Körpergewicht, an Kraftmaschinen, mit freien Hanteln oder Gummibändern trainieren, können sie auch in ihrem jungen Alter beachtliche Erfolge erzielen und viel für ihre Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden tun. [/sws_blue_box]

 

Allerdings sollte man nicht das Muskelwachstum oder Stemmen immer höherer Gewichte als [sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]Priorität im Kinderkrafttraining[/sws_highlight]  sehen.

Vielmehr soll das Training das psychische Wohlbefinden der Kinder steigern und allgemeine Fitness verbessern. Das wiederum führt zu besseren Leistungen im Sport und beugt Verletzungen und Fehlbildungen am Knochenapparat vor.

Trainingsbelastungen altersabhängig wählen

Kinder bis sieben Jahre sollten mit dem Krafttraining noch abwarten, es macht einfach keinen Sinn und kann sogar der Gesundheit schaden (Bewegungsapparat). In diesem Alter sollten sich Kinder anders austoben können (Spielen, Fußball usw.). Zwischen dem siebten und zehnten Lebensjahr sollte vor allem ein Stabilisierungstraining durchgeführt werden (Halte- und Stützapparat).

Man kann langsam und gezielt das Krafttraining einsetzen, die Schnellkraft sollte vordergründig trainiert werden. Das Training selbst sollte motivierend wirken und abwechslungsreich sein, ein Zirkeltraining wäre hier die ideale Wahl. Belastungsdauer: 15 bis 20 Sekunden, Pausen dazwischen um die 40 Sekunden. Zahl der Stationen im Zirkeltraining: zwischen fünf und zehn.

Im Alter von 10 bis 12 Jahren soll das Krafttraining [sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]die wichtigsten Muskelgruppen[/sws_highlight]  ansprechen (Rücken, Bauch und Beine). Trainiert wird mit eigenem Körpergewicht, Zusatzgewichte sind noch nicht empfohlen. In diesem Alter ist die Koordination so weit ausgeprägt, dass das Training im Allgemeinen koordinativ anspruchsvoller sein kann.

Krafttraining in der Pubertät

Jugendliche können durchaus anfangen, mit Zusatzgewichten zu trainieren. Ein Krafttraining in diesem Alter begünstigt das Wachstum und die Knochenbildung. Daneben sollten andere Fähigkeiten durch gezieltes Wurfkraft-, Sprungkraft- und Sprintkrafttraining gefördert werden.

Ist Krafttraining für Jugendliche geeignet?

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Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Jose Manuel Gelpi Diaz

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