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Leben mit Kindern | Wie man Küche, Bad und Flur kindersicher machen kann

Leben mit KindernKinder im Haushalt? Das kann viele Risiken für die Kleinen mit sich bringen. Der Nachwuchs hat beispielsweise gerade laufen gelernt und beginnt nun neugierig die gesamte Wohnung zu erkunden. Alles wird angefasst und akribisch untersucht. Viele Räume bergen immerhin wahre Schätze, die die Abenteuerlust der Kinder weckt.

Natürlich ist es die Hauptaufgabe der Eltern hier ständig ein Auge auf den kleinen Entdecker zu haben und hierdurch lernen wir auch die Lieblingsgegenstände und Einrichtungen des Kindes kennen. Das Ganze gestaltet sich dabei auf beiden Seiten natürlich als ein langwieriger Lernprozess, da unsere Kids stets dazu neigen auch immer wieder neue Sachen zu entdecken, mit denen sich vortrefflich der Spieltrieb gestillt werden kann. Sei es nun das Handy, die Fernbedienung oder auch gerne mal der Mülleimer; praktisch nichts ist vor den kleinen Menschen sicher. Gerade Kleingegenstände und Tabletten und Medizin sollten im Zuge der Sicherheitsmaßnahmen für die Kinder also unerreichbar in einen Schrank gelegt werden.

Küche als Abenteuerspielplatz?!

Welche Mutter kennt das nicht? Der Nachwuchs spielt friedlich in seinem Zimmer und plötzlich fällt ihm ein, dass Mama doch gerade heute früh erst einen großen, glänzenden Topf in einen Schrank gepackt hat. Also ab in die Küche und erst einmal alle Schranktüren öffnen. Und siehe da. Da sind ja noch ganz viele andere höchst interessante Sachen, die nur auf mich gewartet haben.

Bunte Flaschen, farbige Plastikdinger und allerhand an lustigen Dingen. Wenn der Nachwuchs jetzt an Reiniger kommt, wird’s brenzlig. Als Abhilfe, um unseren Kids den Zugang zu Küchenschränken zu verwehren, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Sperrriegeln, die entweder in die Tür geklebt oder festgeschraubt werden können. Auch Klemmen für Besteckkästen sind sehr empfehlenswert und Mülleimer sollten grundsätzlich in einem Küchenschrank Platz finden, damit dieser nicht frei zugänglich ist.

In jedem Fall müssen also alle Gegenstände, mit denen das Kind sich verletzen kann, so platziert werden, dass unser Nachwuchs sie nie erreichen kann. In obere Schränke oder auf einem Regal; je nachdem wie die Küche konzipiert ist. Ein erhebliches Problem stellt übrigens immer der Herd dar, da man ihn für gewöhnlich nicht einfach weglegen oder entsprechend sichern kann. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Bedienfeldblenden, die man im Handel kaufen kann. Leider aber auch nicht für jedes Gerät passend, wobei der in Heimwerken geübte Vater hier auch Abhilfe schaffen könnte, indem er etwas Sinnvolles konstruiert. Wenn die Mutter gerade am Kochen ist, ist es jedoch sowieso oberste Pflicht das Kind nicht an den Herd herankommen zu lassen.

Vorteil hat hier das Elternpaar mit einem Induktionsfeld am Herd, da diese nur mit bestimmten Töpfen und Pfannen Hitze abgeben. Möchte man sich ganz sicher sein, ist auch eine Gittertür für Kinder im Kücheneingang eine gute und sinnvolle Lösung. Aber irgendwann kommt der Tag und der Nachwuchs hat den Dreh raus, wie man so ein Ding aufbekommt. Glauben Sie mir.

Offener Umgang mit Haushaltsgeräten ist sinnvoll

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Badezimmer und Flur kindersicher machen

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Im Badezimmer lauern ähnlich wie in der Küche auch einige Gefahren für den kleinen Forscher. Im Grunde genommen gilt hier das Gleiche wie für die gesamte Wohnung. Alle für das Kind gefährlichen Gegenstände müssen in die Unerreichbarkeit verbannen.

Besonders im Badezimmer ist allerdings eine beachtliche Auswahl an Reinigungsmitteln, Duschgelen, Deodorants und vielen weiteren Flüssigkeiten zu finden. Am besten hat man daher ein hoch angebautes Regal, auf dem all diese Sachen verstaut werden können oder man kauft moderne Bademöbel und richtet sein Bad neu ein. Gute Bademöbel besitzen immerhin oftmals schon clevere Kindersicherungen, wie man auch hier auf dem bekannten Blog für Einrichtungstipps Emero Life nachlesen kann.

Flüssigkeit ist jedoch auch nicht gleich Flüssigkeit. Wenn das Kind beim Baden etwas Duschbad in den Mund bekommt, sollten die Eltern Ruhe bewahren, weil derartige Gebrauchsgegenstände so entwickelt worden, dass keine gesundheitlichen Schäden davongetragen werden.

Sollte der Nachwuchs aber doch mal die Flasche mit Chlorreiniger in die Finger bekommen, weil diese beim Reinigen des Badezimmers vergessen wurde und obendrein nicht zugeschraubt ist, dann müssen die Eltern auf jeden Fall einen Arzt oder sogar einen Notarzt konsultieren. Derartige Szenarien entstehen im Haushalt des Öfteren, da die Eltern immer wieder von den Kindern abgelenkt werden können.

Sei es nun beim Badezimmerreinigen, Kochen oder bei anderen Dingen im Haushalt. Diese Unterbrechungen im Arbeitsablauf verfolgen die Eltern solange, bis die Kinder selbständig verstehen, welche Gefahren im Haushalt auf sie lauern. Kleinkinder im Badezimmer erfordern auf jeden Fall die Aufsicht der Eltern. Da hier auch weitere Gefahrenquellen vorhanden sind, wie beispielsweise nasse Fliesen, die üble Verletzungen zur Folge haben können, oder auch das WC; immerhin gibts da drin doch diese niedlichen bunten Steine.

Der Hausflur ist übrigens ein weiterer Gefahrenpunkt und das Hauptaugenmerk sollte hier auch auf gefährliche Gegenstände gelegt werden. Schlüsselbund und scharfkantigen Nippes müssen ungreifbar platziert werden. Die gefährlichste Stelle im ganzen Haushalt ist leider auch im Flur zu finden. Die Haustür.

Als die Kinder noch nicht da waren, hat man sich in der Regel daran gewöhnt, sie einfach ins Schloss fallen zu lassen. Wenn die Kids aber erst mal rausgefunden haben, wie der Türdrücker funktioniert, und die Welt da draußen noch mehr Abenteuer zu bieten hat, dann können die allerschlimmsten Dinge passieren, die sich kein Elternteil wünscht und sich niemals wieder verzeihen würde. Also heißt es neue sich Angewohnheiten anzulernen und Haustür von innen abschließen, den Schlüssel abziehen und unerreichbar hinterlegen.

Fazit

Kindersicherer HaushaltIm Großen und Ganzen ist es unerlässlich die Kinder bis zu einem bestimmten Alter immer unter Beobachtung zu haben; gerade in den ersten 2 bis 3 Jahren. Das gilt für den gesamten Haushalt, weil Gefahren lauern überall. Je nachdem wie schnell sich unser Nachwuchs nun entwickelt, versteht er irgendwann aber auch, was er eigentlich alles anfassen darf und was eben auch nicht.

Allerdings können auch ältere Kids, selbst kurz vor dem Erwachsenwerden, nicht alle Gefahren objektiv abschätzen. Deswegen lieber vorsorgen und alle gefährlichen Flüssigkeiten und Gegenstände sicher verstauen. Man könnte bei Kleinkindern natürlich die Türen zu den gefährlichsten Räumen mit Gittertüren versehen. Ob das dann jedoch die vernünftigste Lösung ist, wenn die Kinder überall aus- und eingesperrt werden, ist sehr ernsthaft zu bezweifeln. In diesem Sinne; lieber Vorsicht als Nachsicht.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Arne Trautmann
Mitte-Unten: ©panthermedia.net Anna Omelchenko

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