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Mobbing in der Schule: So reagieren Sie richtig

In der Grundschule kommt es häufig vor, dass sich Kinder streiten. Es ist aber lange noch kein Grund zur Sorge, kleine Hänseleien unter Schülern sind im Schulalltag ganz normal. Auf einer weiterführenden Schule ist das allerdings etwas ganz anderes: Wenn dort Kinder ständig belästigt werden oder als Ziel permanenter Übergriffe dienen, müssen Eltern sofort und energisch handeln.

Was ist Schulmobbing?

[sws_grey_box box_size=”618″]Schulmobbing wird heutzutage leider zu oft unterschätzt. Dazu kommt noch, dass Mobbing in der Schule meist bagatellisiert und nur wenig ernst genommen wird. Mobbing kommt aus der englischen Sprache und bedeutet so viel wie anpöbeln, fertig machen oder über jemanden herfallen. Der Begriff wurde erst in der Verhaltensforschung untersucht, nun beschäftigt sich damit auch die Schulpsychologie. In den letzten Jahren ist Mobbing vor allem in der Arbeitswelt bekannt, wenn es um verschiedene Arten psychischer Gewalt gegen Arbeitskollegen geht. [/sws_grey_box]

Psychologen und Experten sehen Mobbing in der Schule nur dann, wenn ein oder mehrere Schüler einen Mitschüler regelmäßig, andauernd und systematisch ausschließen und drangsalieren. Das Ziel solcher „Behandlung“ ist diese Person „fertig zu machen“.

Warnzeichen wahrnehmen und reagieren

Bei ersten Anzeichen von Mobbing dürfen die Lehrer und Eltern nicht wegschauen oder die Sache auf die leichte Schulter nehmen. Kinder leiden meist still vor sich hin und ziehen sich zurück, in der Regel suchen sie den Fehler erst allein bei sich selbst. In den meisten Fällen sind die [sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]Mobbingopfer[/sws_highlight]  nicht in der Lage, diese Probleme selbst zu bewältigen. Warnsignale dafür, dass ein Kind gemobbt wird, sind folgende:

    • Kind hat plötzlich keine Lust mehr in die Schule zu gehen oder klagt ständig über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Alpträume
    • auf einmal bekommt der Schüler keine Einladungen zu Kindergeburtstagen mehr und hat immer weniger Kontakte zu Gleichaltrigen
    • Sportunterricht macht dem Kind keinen Spaß mehr – kein Mitschüler will es bei Mannschaftssportarten in seinem Team haben
    • Kind wirkt verschlossen und zieht sich mehr und mehr zurück
    • seine Schulnoten werden immer schlechter und das Selbstbewusstsein sinkt
    • Eltern entdecken[sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]Verletzungen[/sws_highlight] auf der Haut des Kindes

Das sollten Sie tun

Bei solchen Auffälligkeiten wie soeben beschrieben sollten Eltern als Erstes versuchen, diskret nachzuforschen, ob in der Schule alles o.k. ist. Dafür können Gespräche mit dem Kind über Klassenzusammenhalt, die Pausen oder die Schulstunden behilflich sein. Man soll aufhorchen und aufmerksam zuhören. Falls der[sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]Verdacht[/sws_highlight] sich bestätigt, sollte zuerst der Klassenleiter aufgesucht werden. Er kann das Thema mit der Klasse besprechen und eine Lösung für den Konflikt finden. Zusätzlich sollten Eltern den Lehrer informieren und zum schnellen Handeln auffordern.

An diesem Gespräch sollten beide Elternteile teilnehmen. Immer sachlich bleiben – etwaige Schuldzuweisungen dem Lehrer gegenüber sind meist kontraproduktiv. Man sollte lieber zusammen eine konkrete Strategie zur Lösung des Problems erstellen. Danach sollte man sich bei dem Kind informieren, ob der Lehrer auch in der Tat etwas unternommen hat. Wenn nicht, ist sofort der[sws_highlight hlcolor=”fbfac7″]Schuldirektor [/sws_highlight] zu verständigen. Um das Mobbing im Nachhinein zu rekonstruieren, ist es sinnvoll, ein Mobbing-Tagebuch zu führen und darin alle Vorfälle schriftlich festzuhalten.

Schulmobbing

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Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Zlatan Durakovic

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