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Wenn ein tierisches Familienmitglied stirbt – Tipps zum Umgang mit der Trauer um einen verstorbenen Hund

Die Trauer um einen verstorbenen Hund unterscheidet sich in den meisten Fällen nur geringfügig gegenüber der Trauer um einen geliebten oder wenigstens nahestehenden Menschen. Oftmals ist es sogar so, dass Betroffene über ein intensiveres Trauerempfinden berichten als bei menschlichen Verstorbenen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Oftmals verbringen unsere treuen Fellnasen den gesamten Tag mit uns und sind ein fester Bestandteil der Familie.

Es liegt in der Natur der Beziehung zwischen Hund und Mensch, dass die Abhängigkeit des Hundes vom Menschen das übliche Maß zwischenmenschlicher Beziehungen deutlich überschreitet. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass aus dem hohen Maße der Verantwortung des Menschen gegenüber der Fellnase ein starkes emotionales Band entsteht und dieses wiederum im Todesfall des Hundes entsprechend starke Trauergefühle auslöst.

Austausch ist wichtig, aber nicht immer einfach

Der Umgang mit der Trauer um ein verstorbenes Haustier sorgt bei Frauchen und Herrchen gleichermaßen immer wieder für Verunsicherung. Welches Maß an Trauer ist normal und angemessen? Was sollen die Leute denken, wenn ich (vermeintlich) übertrieben stark um meinen Hund trauere? Bin ich unnormal, wenn mich der Tod eines Haustieres so stark belastet?

Es sind diese und ähnliche Fragen, die dazu führen, dass das Thema und damit die für die Trauerbewältigung wichtige Auseinandersetzung oftmals vollständig unter den Tisch gekehrt wird. Oftmals ist die Sorge zu groß, vom Umfeld als mental instabil oder als Sonderling wahrgenommen zu werden. Insbesondere dann, wenn Haustiere bei Freunden und Bekannten keine große Rolle spielen, fühlen sich viele Hundehalter missverstanden oder klagen über fehlendes Einfühlungsvermögen der Gesprächspartner. Studien allerdings zeigen, dass insbesondere der Austausch mit anderen Menschen ein wesentlicher Faktor im Umgang mit der Trauer ist.

Austausch suchen – On- oder Offline

Vater troestet Sohn | © panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd

Vater troestet Sohn | © panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd

Wer nicht mit einem Freundes- bzw. Familienkreis gesegnet ist, bei dem Haustiere ein fester Bestandteil sind und daher die Empathie sonst wichtiger Bezugspersonen schwach ausgeprägt ist, sollte die zahlreichen Möglichkeiten nutzen, in Kontakt mit Gleichgesinnten zu treten. Im Netz finden sich zahlreiche Foren, Facebook-Gruppen oder auch individuelle Angebote, um ein offenes Ohr von Gleichgesinnten für die eigene Situation zu finden.

Das Projekt „Lebewohl, Fellnase“ hat es sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, neben Sachinformationen auch Impulse und Denkweisen zu vermitteln, die den Umgang mit dem Verlust des geliebten Hundes erträglicher machen. Außerdem haben Frauchen und Herrchen dort die Möglichkeit, per Mail über die ihre individuelle Situation zu sprechen und so Trost zu finden.

Schuldgefühle analysieren und entkräften

Für Hundebesitzer, die sich nach dem Tod des Hundes mit Schuldgefühlen tragen bietet der persönliche Austausch mit anderen Betroffenen die nicht zu unterschätzende Chance, das eigene Gewissen zu erleichtern und die vermeintliche Schuldfrage aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet zu sehen.

Häufig steigern sich die Trauernden in ihre vermeintlichen Verfehlungen hinein und behindern so den eigentlichen Trauerprozess. Wer fortwährend glaubt, für den Tod seines Tieres verantwortlich zu sein oder sich (vermeintliche) Verfehlungen zu Lebzeiten des Hundes immer und immer wieder vorwirft, wird große Mühe haben, den Verlust in absehbarer Zeit zu überwinden. Es lohnt sich daher eigentlich immer, den Austausch mit anderen Hundefreunden zu suchen und sich Anregungen für den Umgang mit der Trauer zu holen oder aber das eigene Gewissen zu erleichtern und über die Gedanken zu sprechen, die einen Nachts wach liegen lassen.

Wenn ein tierisches Familienmitglied stirbt – Tipps zum Umgang mit der Trauer um einen verstorbenen Hund
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