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Wie sinnvoll sind Landerziehungsheime oder Internate?

Kinder zu erziehen und dabei keine Fehler zu machen ist schwer. Zu viele Faktoren von außen spielen bei der Entwicklung eine Rolle und es wäre fatal, wenn bei einer Fehlentwicklung grundsätzlich nur die Eltern dafür die Schuld bekämen.

Wenn man überhaupt von einer Schuld sprechen kann, denn die Kinder sind ja auch so unterschiedlich, wie die Menschen selber. Wenn die Eltern sich jedoch dazu entscheiden, dass sie ihren Nachwuchs in einem Landerziehungsheim oder Internat unterbringen wollen, dann möchten sie bestimmt nur das Beste für ihre Kinder.

Hier gibt es die sogenannten „Eliteinternate“, die nur den Kids von reichen Eltern vorbehalten sind. Der monatliche Beitrag, den die Verantwortlichen hier verlangen, wird von Otto-Normalverdienern wohl kaum zu leisten sein. Aber es gibt auch gute und günstige Einrichtungen, doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Landeserziehungsheim und dem Internat?

Das Landeserziehungsheim wurde von Hermann Lietz gegründet

Nicht nur Wissen ist wichtig!

Die Landeserziehungsheime und die Landschulbewegung wurde durch Hermann Lietz ins Leben gerufen, da dieser Pädagoge nicht damit einverstanden war, dass den Schülern in den herkömmlichen Schulen lediglich nur reines Wissen vermittelt wurde. Er wollte bezwecken, dass die Schüler nicht ausschließlich nach ihrem Intellekt beurteilt werden, sondern auch ihr Charakter dabei eine maßgebliche Rolle spielen kann. Die ersten Landeserziehungsheime wurden übrigens auf dem Land gebaut.

Viele Eltern schicken ihre Kinder in Landerziehungsheime, bevor Sie dann auch merken, dass wirklich fast alle „schädlichen“ Einflüsse der Großstadt ausgeschlossen werden. Das war schon früher so und daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert. Alle Einrichtungen in Deutschland liegen in einer ausgeprägten Landschaft und weit weg von jedem Getriebe einer Großstadt.

Wenn wir uns ein wenig näher mit dem Begriff Landerziehungsheim (auch unter dem Namen Landeserziehungsheim bekannt) befassen, fällt auf, dass hier der Begriff „Kopflastigkeit“ häufig Verwendung findet. Dieser besagt, dass in den staatlichen Schulen oft die Schüler lediglich nach ihren Noten bewertet werden. Also, je besser der Notendurchschnitt, desto anerkannter ist auch der Schüler. Bei den Landeserziehungsheimen werden die schulischen Leistungen hingegen nicht höher bewertet als die soziale Kompetenz der Schüler. Das Leistungsstreben unserer Gesellschaft spielt hier also eine untergeordnete Rolle.

Welche Rolle spielt das Internat?

Gute Gemeinschaft

Sein Kind in einem Internat unterbringen zu wollen, das kann verschiedene Gründe haben. Sei es, dass die Eltern keine Zeit haben, um ihrem Nachwuchs die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen oder dass ihnen von außerhalb angeraten wurde, ihre „schwer erziehbaren“ Kids in einer professionellen Einrichtung unterzubringen.

Das gilt auch für Kinder, die in einigen Fächern Lernstörungen besitzen und deren Eltern sich überfordert fühlen.

In Deutschland gibt es zwei Formen von Internaten. Das sind einmal die staatlichen und zum anderen die privat geführten Einrichtungen. Wer ein privates Internat besucht, der kann hier in der Regel nicht einen staatlich anerkannten Abschluss erhalten. Das private Internat gilt zwar häufig als staatlich anerkannte Ersatzschule, wer allerdings einen allgemein anerkannten Abschluss erwerben möchte, der muss diesen an einer staatlichen Schule absolvieren.

In der heutigen Zeit ist es durchaus auch üblich geworden, dass sowohl Vater als auch Mutter ganztätig arbeiten und die Kinder sich selbst überlassen werden. In den meisten Fällen haben Eltern auch gar keine andere Wahl und müssen sich auf das Verantwortungsbewusstsein ihrer Kids verlassen. Sehen die Lehrer allerdings Probleme in der Schule oder fällt der Nachwuchs durch ein hohes Aggressionspotenzial auf, dann wird nicht selten den Eltern angeraten, dass sie ihre Kinder in professionelle Obhut geben sollen.

Hier mal ein Extrem:

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Es ist schlußendlich die Entscheidung der Eltern, die sie am besten gemeinsam mit ihren Kindern treffen, für welche Schule man sich entscheidet. Wichtig ist allerdings immer, dass auch die Betroffenen, also die Kinder, ein großes Mitspracherecht besitzen. Nur wenn sie sich in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen, wird der Umzug in eine neue Umgebung auch den gewünschten Erfolg haben.

Wie siehst Du das? Ist ein gutes Internat durchaus eine alternative zur üblichen Schule, oder schiebt man damit sein Kind eher einfach ab?

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

Alles Liebe
euer Simon

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Artikelbild: ©panthermedia.net Tomasz Trojanowski
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